Die Liebe zum Leben: Heiße alles willkommen, wehre nichts ab

Die Liebe zum Leben: Heiße alles willkommen, wehre nichts ab

Alles willkommen zu heißen, bedeutet nicht, alles zu mögen. Es bedeutet nur, nicht dagegen anzukämpfen.

Solange wir offen und empfänglich bleiben, haben wir verschiedene Möglichkeiten. Wir sind frei, zu entdecken, zu erkunden und zu lernen, wie wir auf neue Situationen, in die wir geraten, geschickt reagieren können.

Aber wir sind darin gefangen, wenn wir einen Teil unseres Lebens zurückweisen, weil er uns nicht gefällt, traurig macht oder unangenehme Erinnerungen wach ruft. Mit der Zeit werden wir dazulernen und langsam erkennen, dass unser Glück nicht nur davon abhängt, was von außen auf uns einstürmt, sondern was aus unserem Inneren aufsteigt.

Diese Einladung fordert uns auf, eine freundliche und angstfreie Empfänglichkeit zu kultivieren. „Heiße alles willkommen, wehre nichts ab“ ist nicht nur ein Willensakt, sondern ein Akt der Liebe zum Leben.

Das soll aber keine idealistische Einstellung sein, sondern ein ganz praktischer Umgang mit dem Leben: Wir akzeptieren jede Situation, wie sie ist, und schließen Frieden mit den Umständen, statt frustriert zu sein, dass die Umstände anders sind, Ebenfalls solltest du auf Vorwürfe – wieso du dieses oder jenes nicht schaffen würdest – vergessen.

Statt uns in alten Vorstellungen zu verstricken, die unseren Alltag bestimmen, öffnen wir uns und akzeptieren das Leben. Dazu gehört auch das Leid. Solange wir Leid für einen Fehler halten, werden wir uns dagegen auflehnen, sogar alles unternehmen, um es zu vermeiden, es abzuklingen oder zu verdrängen. Doch Leid wird durch unsere Gegenwehr nur noch verstärkt.

Wenn wir den Schmerz annehmen, vergeht er. Das Geheimnis unserer Heilung liegt darin, auch unsere Wunden anzusehen.

Seifenblasen-Gefühle

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Ohne Licht kein Schatten. Ohne Schatten kein Licht.

Je stärker wir versuchen, unangenehme Gefühle zu verdrängen, desto mächtiger werden sie. Nehmen wir sie an.

Gefühle von Unlust, Ärger, Angst, Trauer oder Wut begleiten uns durchs Leben. Sie sind ein Teil von uns, der uns bewusst sein muss. Wenden wir uns ihm zu, löst er sich auf. Wenn du ein unangenehmes Gefühl verspürst, widme dich ihm. Versuche nicht, dich abzulenken. Setz dich hin, fühle genau nach, wo sich das Gefühl breit macht.

Im Kopf, Bauch oder Brust? Wie fühlt es sich an? Ist es leer, heiß? Ruft es nach Rückzug oder will es kraftvoll ausgelebt werden? Hat es eine Farbe? Wie „alt“ ist dieses Gefühl?

Atme tief durch und sieh das Gefühl an. Beobachte es wie die Wolken am Himmel, ohne eingreifen zu wollen. Du wirst sehen, es zerplatzt wie eine Seifenblase. Sei stolz auf deinen Mut. Sage deinen Gefühlen, dass sie immer willkommen sind.


Hast du schon deinen inneren Frieden gefunden? Was hilft dir dabei, wenn du diese Seifenblasen-Gefühle wahr nimmst? Schreib’s in die Kommentare 🙂

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